DLMM Einzelmeisterschaften

 

Mach’s noch einmal: Peter Weippert 

 

Peter Weippert – so heißt der strahlende Sieger der diesjährigen DLMM der Einzelspieler im Poolbillard 8-Ball.

 

Mit seinem Team „Outsiders“ hatte Peter Weippert (Grafenrheinfeld) vor zwei Wochen die „Gamblers“ bei der DLMM im Schweinfurter „Display“ vom Poolbillardthron gestoßen. Acht Jahre lang hatten sie dort gethront. Jeglicher Putschversuch wurde sportlich fast im Keime erstickt.

Dieses Jahr gelang den Outsiders endlich der lang ersehnten Traum. Sie qualifizierten sich erstmalig dank des Titelgewinns für den Worldcup in Las Vegas. Damit war das 1. Kapitel der diesjährigen Poolbillardgeschichte des DSAB auf bundesweiter Ebene abgeschlossen.

Am 6. April wurde jetzt das 2. Kapitel mit den DLMM der Einzelspieler aufgeschlagen. Wieder im 8-Ball. Abermals in Schweinfurt. Wiederum im „Display“.

24 Akteure fanden sich an den Tischen ein – und was folgte war ein spannender, von zahlreichen Überraschungen durchsetzter Poolbillardtag. Aber das war bei der ausgeglichenen Stärke des Teilnehmerfeldes fast garantiert.

Und zum Schluss hieß der Sieger: Peter Weippert! Sozusagen die doppelte Krönung für den agilen Spieler aus dem Frankenland: Nach dem Gewinn der DLMM mit seinem Team folgte nun das Solomeisterstück!.  

 

Der Weg ist das Ziel

 

Um sein Ziel zu erreichen, musste Weippert gleich zu Beginn des Wettbewerbs Thomas Meister (Schweinfurt), ein Gambler, meistern. Das bereitete Weippert wenig Sorgen, und er gewann sicher 4:0. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr machte. Hochmotiviert löste Weippert auch die nächste Aufgabe, personifiziert durch Martin Reisig (Coburg). Abermals 4:0.

Da war der nächste Widersacher, nämlich Mario Metz (Strahlungen), schon aus ganz anderem Holz geschnitzt, der Weippert zumindest drei Partien abknöpfte, aber dennoch 3:5 unterlag. Weippert war gewarnt – auf dieses DLMM der „Einzelgänger“ wurde einem nichts geschenkt. So beherrschte er vollkonzentriert das nächste Match, und hier ging es bereits von 5 auf 3, gegen Dietbert Arnold (Langenleiten).

Das Finale war so für Weippert in greifbare Nähe gerückt – er musste nur noch das nächste Spiel für sich entscheiden. Und zwar gegen Gerhard Werner (Wipfeld), ebenfalls ein Gambler. Der hatte sich auf dem Weg ins Spiel ums Finale zunächst auf einem Freilos ausruhen können. Doch dann musste auch er hart ran. 4:0 gegen Karl-Heinz Kaiser (Dörfles-Esbach). 5:1 über Oliver Bandorf (Sennfeld), dem Zweiten von aus dem Jahre 2000.

Sodann durfte Werner sogar ein 5:0 im Duell gegen Frank Lauerbach (Schweinfurt) markieren lassen und der war schließlich Titelverteidiger. Damit hatte sich Werner, in der Billardszene unter „Otto“ populär, richtig für die Auseinandersetzung mit Weippert gestärkt.

Die Partie entwickelte sich als ein Kopf-an-Kopf-Rennen, in dem letztendlich Werner die Nase mit 6:5 knapp, aber entscheidend vorn hatte. Damit Werner im Endspiel – Weippert weiterhin vor der Finaltür. Diese konnte er durch einen Sieg über Daniel Erdmann (Schonungen) im Spiel ums Finale auf der Verliererseite doch noch aufstoßen. Erdmann zählte ebenfalls zu den Titelanwärtern, auch wenn er nach der 3:5 Niederlage gegen Arnold bereits vier Matches auf der Verliererseite bewältigen musste. Die überstand er aber mit Bravour: 4:1 über Heinz Schonunger (Schweinfurt), 4:0 über Metz, 4:1 über Lauerbach und 4:2 über Meister.

Doch das zählte nun alles nichts mehr – entscheidend war die Partie gegen Weippert und hier setzte sich Weippert mit 5:3 durch. Damit Erdmann „nur“ Dritter.

Die Frage war nun: Kann sich Werner zu „Otto, dem Großen“ küren oder schießt ihn Pistel-Peter ab?

 

Der Showdown

 

Der Showdown konnte beginnen. Um überhaupt richtig ins Rennen zu kommen, musste Weippert das erste Set gewinnen, denn sonst wäre das schon das Ende für ihn gewesen. Weippert schaffte aber tatsächlich durch einen überlegenes 7:2 den Ausgleich, um dann das „richtige“ Endspiel auch mit 7:3 sichere zu beherrschen.

Für Weippert natürlich eine besondere Satisfication. So hatte er es tatsächlich geschafft, die beiden wichtigsten Titel des DSAB-Poolbillardjahres für sich zu vereinnahmen. Herzlich Glückwunsch!

Doch nun stehen noch größere Herausforderungen an, nämlich der Worldcup in Las Vegas Ende  Mai/Anfang Juni und wir dürfen alle gespannt sein, wie Weippert, wie die Outsiders und auch die Gamblers, die sich als Zweiter der DLMM für den World Cup qualifiziert hatten, im Land der unbegrenzten Poolbillard-Möglichkeiten bestehen können.

 

Die Platzierungen:

 

1. Platz: Peter Weippert (Grafenrheinfeld)

2. Platz: Gerhard Wernder (Wipfeld)

3. Platz: Daniel Erdmann (Schonungen)

4. Platz: Thomas Meister (Schweinfurt)

5. Platz: Dietbert Arnold (Langenleiten)

5. Platz: Frank Lauerbach (Schweinfurt)        

 

 

 


Peter Weippert und Gerhard Werner

 

 


Daniel Erdmann

 

 

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