DLMM 8-Ball

 

Outsiders in - in Las Vegas, in der Titel-Pole 

 

Zu sagen die 90er Jahre im DSAB-Poolbillard wären langweilig gewesen, nur weil der DLMM-Dauer Sieger von 1994 bis 2001 immer wieder Gamblers, ehemals Playhouse Gamblers, hieß, wäre in vielerlei Hinsicht ungerecht. Einmal gegenüber dem großartigen Team selbst. Zum anderen aber auch gegenüber der Konkurrenz, die zwar jahrelang an ihrem Vorhaben, die Gamblers zu stürzen, scheiterte, doch vehement an ihrem Vorhaben festhielt.

Die 2000er Jahre zeigen so auch ein ganz anderes Gesicht, auch wenn die Gamblers im neuen Jahrtausend bereits dreimal Sieger aus diesem Wettbewerb hervorgegangen sind.

 

2002 hatten die Gamblers erstmalig verspielt

 

Der erste Sturz der Gamblers erfüllt sich erst 2002. Die neuen Meister hießen „Outsiders“. Ein Jahr später waren es die „Growbacks“, die auf den Poolbillard-Thron folgten.

Im letzen Jahr kamen die Gamblers zurück und siegten bei der 13. Deutschen Liga Mannschafts-Meisterschaft im Poolbillard 8-Ball am 14. Februar, exakt in der Nacht vom 14. auf den 15.  Zum neuen Wieder-Meister machte die Gamblers kein anderer als Thomas Meister selbst.

 

 

Zwölf Mal Las Vegas - das absolute Team

 

Auch wenn die Gamblers ihre erfolgreiche Thronbesteigung der 90er Jahre nicht im neuen Jahrtausend kontinuierlich fortsetzen konnten, hatte dies für den Las Vegas-Auftritt keinerlei Folgen. Da sich neben dem Meister auch der Vize-Meister für den Worldcup in Übersee, an dem mittlerweile weit über 6 000 Spieler teilnehmen, qualifiziert. So haben die Gamblers die Flagge des DSAB bereits zwölf Mal hochhalten können. Eine absolute Leistung, die einmalig ist - und nicht aus der Schwäche der anderen Teams definiert werden kann, sondern vielmehr der Stärke der Gamblers zuzuschreiben ist.

 

Die 14. DLMM

 

Nun stand am 26./27. Februar 2005, abermals im „Breakers Inn“ in Würzburg, die 14. DLMM zur Disposition - und damit auch Las Vegas. Auch wenn es nur einen Meister geben würde, zwei Teams werden den DSAB in Las Vegas vertreten. Es war wie üblich wieder einmal alles bestens angerichtet, als sich die zehn Top Teams der DSAB-Poolbillard Liga trafen, um festzustellen, wer 2005 the very best ist. Wie immer ging es im 8-Ball zu Werke.

 

Ein richtiger Knaller zum Auftakt

 

Zum Auftakt waren die großen Favoriten zunächst einmal in der Warteschleife gut aufgehoben, denn sie zogen alle ein Freilos. Dann ging es aber nicht nur aber Schlag auf Schlag, sondern es knallte gleich richtig, denn die Gamblers mussten sich in ihrer ersten Partie mit den Outsiders auseinandersetzen. Als Ouvertüre gleich das vorweggenommene Finale? Man würde sehen, aber das Match beherrschten zunächst einmal die Outsiders, und mit 13:9 sogar recht überlegen. Die Growbacks mussten sich indes mit Obelix messen. Was der Figur in Gallien stets gelang, blieb in Würzburg Wunschdenken. Die Growbacks zeigten sich mit 13:2 unantastbar. In dieser Runde siegten außerdem noch BC Frankenpower mit 13:4 über Gelbe 8 sowie die Breakers mit 13:3 über Lahmer Adler, dem wohl nie richtig die Flügel wachsen werden. Oder?

 

Die Outsiders ziehen ins Finale ein

 

Auf der Gewinnerseite ging es mit den Partien BC Frankenpower gegen Outsiders und Breakers gegen Growbacks weiter. Die Outsiders zeigten sich bestens in Form, als sie ihre Widersacher mit 13:3 auf die Verliererseite schickten. Nicht viel weniger überzeugend die Performance der Growbacks, die zwar vier Spielpunkte mehr abgeben mussten als die Outsiders, aber die Breakers sicher mit 13:7 beherrschten.

Und so ging es zwischen den Outsiders und Growbacks um den Einzug ins Finale. Aber nicht nur das, denn der Sieger war bereits in Las Vegas. Also vibrierte die Konzentration bei messerscharfer Anspannung förmlich von Würzburg bis nach Las Vegas. Ein Match, das beiden Teams alles abforderte. Mit 13:10 lagen letztendlich die Outsiders vorne. Und ein großes, eigentlich das größte Ziel, nämlich die Flugtickets für Las Vegas schon einmal gebucht zu haben, war damit für die Outsiders erreicht.

Die Growbacks hatten zwar verloren, doch nicht ihre zweite Chance auf den Meistertitel und Las Vegas. Dafür mussten sie sich allerdings auf der Verliererseite bewähren - aber gegen wenn?

 

Die Gamblers von den Losern zu den Winnern?

 

Was machten eigentlich die Gamblers? Sie gewannen mit 13:6 gegen Little Breakers und mit 13:4 über die Gelbe 8. No danger! Doch die folgende Partie gegen die Breakers hatte es in sich, und den Breakers wäre fast die große Sensation gelungen. Lediglich um zwei Punkte mussten sich die Breakers geschlagen geben. Schade, das wäre es doch gewesen. Von 4 auf 3 begegneten die Gamblers den Lahmen Adlern, die auf der Verlierseite zu einem wahren Höhenflug angesetzt hatten. Von wegen Lahmer Adler, auch wenn er den Gamblers nicht mehr so recht Paroli bieten konnte und 3:13 unterlag.

 

Gamblersloses Finale“ ?

 

Nun ging es für die Gamblers um alles! Würde es beim zwölften Anlauf wieder für Las Vegas reichen? Oder würden die Growbacks in der Tat erstmalig für ein „Gamblersloses Finale“ sorgen? Im Vergleich mit den Outsiders hatten Growbacks mit zehn erspielten Punkten einen Punkt besser als die Gamblers abgeschnitten.

Aber das alles ist Zahlensalat, die Entscheidung liegt auf dem grünen Filz - und die Gamblers zeigten sich im entscheidenden Moment einmal mehr - nun zum zwölften Mal in der Geschichte der DLMM von ihrer besten, ihrer siegreichen Seite - und gewannen, zwar hauchdünn, aber immerhin mit 13:11.

 

 

Der Titelfight

 

Im Endspiel ging es nun „nur“ noch um den Titel. Aber da spielte viel mehr mit. Es war auch eine Frage der Ehre, der Dominanz, der Stärke. Und das stellten die Teams gleich unter Beweis, denn mit 13:8 revanchierten sich die Gamblers zunächst einmal eindrucksvoll für die gegen die Outsiders zuvor erlittene Niederlage und waren nun wieder voll im Rennen um den Titel. Doch daraus wurde nichts. Die Outsiders konterten souverän mit 13:9. Damit zwar beide Teams in Las Vegas, aber der neue Titelträger heißt Outsiders. 

 

 

Immer mehr Dynamik bei der Poolbillard-DLMM

 

Im Vergleich zum Vorjahr liest sich die Ergebnisliste so, dass kein Team seine Platzierung beibehalten konnte. Die Ausnahme bestätigt die Regel: Allein die Breakers aus Würzburg belegten sowohl 2004 als auch in diesem Jahr Rang 5.

Mit zwei Titeln im neuen Millennium geben die Outsiders der DLMM ganz neue Konturen, auch wenn die Gamblers mit drei Titeln (2000, 2001 sowie 2004) im neuen Jahrtausend weiterhin vorne liegen. Allerdings äußerst knapp.    

                              

 

1.         Outsiders         Schweinfurt                  André Obiglo

Cetin Ötztürk

Thorsten Stahl

Christian Heusinger

Gökmen Duvan

Martin Karl

                                                                       Michael Keim

                                                                       Antonio Paradiso

                                                                      

 

 

2.         Gamblers         Schweinfurt                  Daniel Erdmann

Frank Lauerbach

Oliver Bandorf 

Thomas Meister

Michael Beilner

                                                                       Mario Metz

 

 

 

3.         Growbacks      Schweinfurt                  Thorsten Endres

Michael Engelhaupt

Frank Eggerter

William Parks

Robert Schrüffer

Peter Weippert

 

 

4.         Lahmer Adler   Schweinfurt                  Joachim Picha

                                                                       Bernhardt Barth

                                                                       Jens Baumeister

                                                                       Dieter Kopic

                                                                       Norbert Wehner

 

5.         Breakers                      Würzburg

5.         BC Frankenpower       Gerolzhofen

7.         Gelbe 8                        Schweinfurt

7.         Friends                         Bad Neustadt/Saale

9.         Obelix                         Schweinfurt

9.         Little Breakers             Würzburg 

 

 

 

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