Gamblers spielen Alle Neune

 

Als der Startschuss um 10:00 Uhr zur 11. Deutschen Liga Mannschafts-Meisterschaft im Poolbillard 8-Ball am 14. Februar im „Breakers Inn“ in Würzburg, das mit hervorragenden Bedingungen zu Gefallen wusste, fiel, mussten die großen Überraschungssieger von 2002, die Outsiders, gleich gegen den Lokalmatador, die Breakers aus Würzburg, ran. Eine durchaus spannende Begegnung, die die Outsiders (Schweinfurt) mit 13:9 für sich entscheiden konnten.

Auch die Gamblers, mit bereits acht Titeln aus der rumreichen Vergangenheit geschmückt, auch wenn es in den letzten zwei Jahren mit dem Titelgewinn nicht mehr geklappt hatte, legten hervorragend los und schalteten die Powerballs (Schweinfurt) mit 13:3 sicher aus

Die Growbacks aus Schweinfurt mussten sich erst um 11:30 Uhr beweisen, als sich der Vorjahressieger und Titelverteidiger mit den Pool Boys aus Schweinfurt auseinandersetzen musste. Die Growbacks wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und gewannen recht locker 13:4.     

Die Gelbe 8 (Schweinfurt) präsentierte sich ebenfalls offensiv und besiegte Frankenpower aus Gerolzhofen mit 13:10

Eine Runde weiter dank eines Freiloses auch die Insider aus Schweinfurt.

 

Die Favoriten lassen keine Federn

 

In der nächsten Runde zunächst erst einmal Auf- und Durchatmen bei den Gamblers, denn ihr vermeintliche Gegner, Obelix, hatte abgesagt, und so waren die Gamblers automatisch weiter.

Allerdings stellte sich auch bei den Outsidern und den Growbacks ein gewisser Automatismus ein. Die Outsiders besiegten Friends aus Neustadt/Saale letztendlich souverän mit 13:8, während die Growbacks dem Lahmen Adler mit 13:6 die Flügel stutzten.

Und was machten die Insiders? Sie hielten sich mit einem 13:0 über die Gelbe 8 völlig schadlos.    

 

Growbacks im Rückwärtsgang

 

Die Spannung stieg weiter – die für die Growbacks allerdings mit einem bösen „Kurzschluss“ endete. Trotz der Verstärkung durch den ehemaligen Outsider Peter Weippert musste man sich den Insidern 10:13 geschlagen geben.

Einen weiteren spannungsgeladenen Höhepunkt lieferte das Duell zwischen den Outsidern und den Gamblers. Und in diesem Match war alles drin. Aus dem 2:3 machten die Gamblers ein 5:5, um dann mit 8:7 in Führung zu gehen. Diesen baute man sogar auf 11:9 aus, um schließlich 13:11 zu gewinnen.

 

Die ersten Finalisten: Gamblers

 

So standen sich Gamblers und Insiders beim Spiel ums Finale gegenüber. Aber es ging um noch mehr, denn der Sieger dieser Begegnung empfahl sich bereits für Las Vegas zum Worldcup.  So war diese Auseinandersetzung aber auch gar nichts für schwache Nerven. Wieder gelang den Gamblers ein 13:11 Sieg. Nach 3:2, 6:4, 8:7 lagen die Gamblers nach Runde vier plötzlich 9:11 hinten. Bei 10:11 verschoss der der Team-Captain der Insider, Cetin Öztürk zunächst die 8, alsdann verstellte sich der Insider Ronald Görlinger dieselbige und konnte so nicht einlochen. Das hätte der Sieg für die Insider nicht nur sein können, sondern vielmehr sein müssen.

Und dann kam es, wie es immer kommt. Nach den zwei verschenkten Spielpunkten, die die Gamblers mit 12:11 wieder auf die Siegerstraße“, manövriert hatten, sprich auf die Route „Schweinfurt -Las Vegas und zurück, holte der Edel-Gambler Daniel Erdmann in einer An-Aus Partie zudem noch den Matchpunkt und die begehrten Tickets für den Worldcup.   

 

Outsiders auf erfolgreichen Umwegen

 

Die Insider bekamen aber auf der Verliererseite ihre zweite Chance aufs Finale, und zwar gegen die Outsiders, die hatten zunächst die Breakers mit 13:5 besiegt, um sich dann mit den Growbacks zu messen. Der Sieger von 2002 forderte so den Titelverteidiger heraus. Und gab es zuvor schon Spannung pur, so hätte der cineastische Altmeister Alfred Hitchcock dieses Spiel nicht dramatischer inszenieren können. Es war ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem schließlich die Outsiders nur um eine Nasenlänge, sprich einen Punkt, vorne lagen. Thorsten Stahl vollzog den entscheidenden Schritt zum Sieg beim Stande von 12:12 ausgerechnet gegen Peter Weippert. Als Glanzpunkt cleante Stahl im letzten Spiel in einer An-Aus Partie den Tisch, so dass Weippert nur noch zuschauen und staunen konnte.

 

Las Vegas – so far or so near?

 

Doch Las Vegas lag für die Outsiders noch in weiter Ferne, denn beim Spiel um den Einzug ins Finale auf der Verliererseite mussten sie sich noch gegen die Insiders bewähren. Inside(r) – Outside(r)? Das war nun die Frage.

Und diese beantworteten die Outsiders mit einem 13:4 zu ihren Gunsten.

 

Wer gewinnt den Titel?

 

Damit hieß das Endspiel: Gamblers gegen Outsiders – wie 2002. Und damals stützen die Outsiders erstmalig die Gamblers vom Thron. Und diesmal? Es sprach alles für die Outsiders, die mit 13:9 zunächst einmal das Handicap der Verliererseite ausglichen. Besonders eifrig beim Punktesammeln zeigte sich Thorsten Stahl, der keine einzige Partie abgab.

Man hatte die Gamblers kalt erwischt, denn die hatten lange auf ihren Gegner warten müssen. Aber gut Ding braucht Weile und so revanchierten sich nicht nur die Gamblers mit 13:3, sondern holten sich erneut den DLMM-Titel, den neunten nunmehr. Der Matchpunkt war dem besten Gambler, Thomas Meister, exakt um 01:47 Uhr vorbehalten, der auch zuvor seine drei Partien für sich entscheiden konnte.

 

Die Wüste ruft: Las Vegas!

 

Aber damit hatten nicht nur die Gamblers ihre Tickets am DSAB-Counter für den Worldcup in Las Vegas gelöst, sondern auch die Zweiten, die Outsiders, werden in der Hauptstadt der Gamblers, aber nicht nur der Schweinfurter, mit von der Partie sein, wenn sich vom 31. Mai bis 5. Juni fast 6 000 Spieler im Riviera -Hotel zum größten Poolbillard-Meeting der Welt treffen werden.

  

 

1. Gamblers                 Schweinfurt                  Thomas Meister

                                                                       Frank Lauerbach

                                                                       Gerhard „Otto“ Werner

                                                                       Daniel Erdmann

                                                                       Wolfgang Klöhr

                                                                       Mario Metz

                                                                       Oliver Bandorf  (Team-Captain)

 

 

2.         Outsiders         Schweinfurt                  Martin Karl

                                                                       Michael Keim

                                                                       Christian Heusinger

                                                                       Thorsten Stahl

                                                                       Antonio Paradiso

                                                                       André Obiglo (Team-Captain)

 

 

3.         Insider             Schweinfurt                  Uwe Seufert

                                                                       Gökmen Duvan

                                                                       Ronald Görlinger

                                                                       Ibo Arslan

                                                                       Esref Ökcü

                                                                       Cetin Oztürk (Team-Captain)

 

 

4.         Growbacks      Schweinfurt                  Peter Weippert

                                                                       Frank Eggerter

                                                                       Martin Pohli

                                                                       Marcus Mutschler

                                                                       William Parks

                                                                       Thorsten Endres (Team-Captain)

 

5.         Breakers          Würzburg

5.         Friends Bad Neustadt/Saale

7.         Pool Boys        Schweinfurt

7.         Lahmer Adler   Schweinfurt 

 

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